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Pfingstweg 2007 - 23. Mai 19:30 Uhr Nachttgebet PDF Drucken

Image„Danach aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist
ausgieße über alles Fleisch.““

Gebet zur Eröffnung der Etappe:
Komm hl Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.


Lasset uns beten:


Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes
gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allezeit seinen Trost
und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus unsern Herrn.
Amen

Vielleicht ist das Wort Geist als Übersetzung für die im Ursinn gemeinte Dynamik und Kraft in der deutschen Sprache wirklich sehr untauglich.
Denn beim Wort „ GEIST „ denken wir entweder sofort an Verstand, Vernunft und Hirn – „geistreich“, „geistvoll“, den „Geist“ anstrengen …, oder an ein Gespenst. Was aber heißt Geist im Ursinn der Bibel?
Geist auf Hebräisch „ruach“ bedeutet deutsch Wind, Hauch, Atem, Wie die Luft überall ist, nur spürbar im Wind und im eigenen Atem - so ist der „Geist Gottes“. In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir.

Der so genannte „Heilige Geist“ hat also in der Ursprache der Bibel diese Bedeutung: Wind, Hauch, Atem – wird jedoch mit „Geist“ übersetzt. Was könnte es bedeuten wenn wir mit Hauch, Wind Atem oder Wind in Berührung kommen, die zugleich ein Ort der Begegnung mit dem „Heiligen Geist“ sind. So begegnet uns die Zärtlichkeit
Gottes!
Geist Gottes wird auch Atem genannt. Unser Atem ist sozusagen unser kleiner Anteil am großen Atem Gottes, der kleine Wind, den wir machen, als Teil des „großen Windes Gottes“, der die Luft und die Welt in Bewegung hält.

Übung:
Gehen sie einmal hinaus in die Natur und spüren sie den Wind! Suchen sie sich eine Stelle, die ihnen gefällt, möglichst an einem windigen Tag. Und stellen sie sich bewusst auf die Erde, fühlen sie das Streicheln des Windes auf ihrer Haut, das Zausen im Haar, die sanfte oder kräftige Berührung ihrer Kleidung und überlassen sie sich dem Wind.
Oder an einem stürmischen Tag: Gehen sie hinaus, stellen sie sich voll in den Wind und halten Stand. Lassen sie ihre Füße fest im Boden verwurzelt sein und lassen sie sich vom Wind hin und her schaukeln. Stemmen sie sich gegen den Sturm! Drehen sie sich nun um und lehnen sie sich gegen den Sturm, als ob sie sich in ihn
hineinlegen wollten. Denn der Wind hat – von seiner Urbedeutung hebräisch „ruach“ her – das mit dem „Geist“ gemeinsam, dass er uns und die Dinge in Bewegung bringt, seine Zärtlichkeit spüren lässt , zarte Berührung und Stärke, Sanftheit und stürmisches Zupacken miteinander verbindet. Suchen sie immer wieder
Gelegenheiten, wo sie das draußen in der Natur spüren und fühlen können, buchstäblich be-greifen und erfahren. So kann der Wind lehren, was mit dem Geist gemeint ist.

(nach Hans Gerhard Behringer „“Die Heilkraft der Feste“ Seite 242/243)


Nach einer solchen Erfahrung lies oder höre die Stelle Joel 3,1 

Danach aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten werden Träume haben, und eure jungen Männer haben Visionen.
Und jetzt erlaube dir in einer ruhigen Stunde die Frage: Wozu will mich der Wind Gottes treiben? Wo spüre ich die Zärtlichkeit Gottes in meinem Leben? Was sind meine Träume und Visionen (für mein Leben, für eine gerechte Welt, für die Kirche als geisterfüllte Gemeinschaft von mündigen Menschen)?

Gebet:
Siebenfach Geist
Du, Geist der Wahrheit,
Heiliger Geist, beatme mich,
damit ich ein Gespür finde
für das Wesentliche in meinem Leben.

Du, Geist der Stärke,
Heiliger Geist, bewirke in mir,
dass mir Boden
unter meine Füße wächst.

Du, Geist der Freiheit,
Heiliger Geist, befreie mich,
damit ich lerne,
Frieden und Gerechtigkeit zu verallgemeinern.

Du, Geist des Rates,
Heiliger Geist, verlocke mich,
damit ich das
Abenteuer mit Gott wage.

Du, Geist der Wissenschaft,
Heiliger Geist, bedenke in mir,
dass ich die Schöpfung und die Geschöpfe
in Leidenschaft achte.

Du, Geist des Gebetes,
Heiliger Geist, bete in mir,
damit Gott sich in mir
aussprechen kann.

Du, Geist der Liebe Gottes,
Heiliger Geist, behüte mich,
damit ich leben kann
in der Hoffnung auf immer.


veröffentlicht von Bereichsgruppe Liturgie am Mittwoch, 25. Juli 2007

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